Allgemein           60 Jahre Lippe in NRW

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Landeswappen NRW

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Burgmuseum Horn-Bad Meinberg

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fürstliches Schloß in Detmold

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Waldforst-Museum Heidelbeck

Freilichtmuseum Detmold

Auf Einladung des Ministerpräsidenten Dr. Jürgen Rütgers und des Landrates Friedel Heuwinkel nahm 
ich am Festakt "60 Jahre Lippe in Nordrhein-Westfalen" im Landestheater Detmold am 02. Mai 2007 teil.

Demonstranten und Glücksbringer warten auf die Repräsentanten Small-Talk mit dem Landrat
Blechbläserensemble der Musikhochschule Detmold Begrüßung Landrat Friedel Heuwinkel
Ansprache Ministerpräsident Dr. Rüttgers Rückblick Dr. Armin Prinz zur Lippe
Das Cattering machten die Land-Wirte, hier mit Dr. Jürgen Rüttgers man eilt zum Empfang mit Bewirtung

lippischer Landespräsident Heinrich Drake

Heinrich Drake als damaliger Präsident des lippischer Landtages entschied sich nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges für den Anschluß an das Land Nordrhein-Westfalen. Mit der Verordnung Nr. 77 wurde durch die britische Militärregierung am 21. Jan. 1947 der Anschluß Lippes an NRW bekanntgegeben.

Der 64-Jährige Drake handelte mit dem NRW-Ministerpräsidenten Rudolf Amelunxen seinerzeit die "Lippischen Punktationen" aus, ein Sonderstatus für Lippe als 3.ter Landesteil in NRW, mit der Gründung des "Landesverbandes" zur Inbesitznahme und Pflege aller Lippischer Güter.

Heinrich Drake Porträt

Lippische Punktationen

Landesverband Lippe


Lippische-Landes-Zeitung 03.05.2007
Lippe gibt es nur im Doppelpack

Festakt "60 Jahre Lippe in Nordrhein-Westfalen" im Landestheater

Indendant Metzger, Landrat Heuwinkel, Prinzessin Dr. Traude und Prinz Dr. Armin zur Lippe, Ministerpräsident Dr. Rüttgers
LZ-Foto Gerstendorf-Welle

Detmold (da). Das Land plant offen- sichtlich, die lippische Rose im nordrhein-westfälischen Wappen künftig korrekt, nämlich auf dem Dorn stehend, darzustellen. Dies deutete Ministerpräsident Jürgen Rüttgers gestern Abend beim Festakt anlässlich der 60-jährigen Zugehörigkeit Lippes zu Nordrhein-Westfalen im Landestheater an. Es gebe in dieser Hinsicht Verbesserungsbedarf, sagte er vor rund 650 geladenen Gästen.

Der Ministerpräsident fand viele lobende Worte für die Lipper, die er als "konsequent und zuverlässig", aber auch als "etwas eigenwillig und natürlich sparsam" charakterisierte. Diese Eigenschaften ergänzten sich mit den Mentalitäten der Rheinländer und Westfalen sehr gut, so dass die Entscheidung des damaligen lippischen Landespräsidenten Heinrich Drake, Lippe in NRW einzugliedern, absolut richtig gewesen sei. Rüttgers rhetorische Frage: "Was wäre Nordrhein-Westfalen ohne die Lipper?"

Rüttgers, der das "Miteinander" als "bestimmendes Lebensgefühl der Menschen in Nordrhein-Westfalen" bezeichnete, ist davon überzeugt, dass das Prinzip der Subsidiarität, also die weitestmögliche Verlagerung von staatlichen Aufgaben und Verantwortlichkeiten auf die kommunale Ebene, in keinem anderen Bundesland so verwurzelt ist.

Nachdrücklich bekannte er sich zum Begriff der "Heimat", die den Menschen Halt gebe in einem immer globaler denkenden Umfeld. Ein Beispiel für Heimatverbundenheit und Zukunftsoffenheit ist für den Ministerpräsidenten Heinrich Drake, der seinen Blick immer nach vorne gerichtet habe und dem es auch dadurch gelungen sei, mit den erfolgreichen Verhandlungen über die Punktationen das lippische Sondervermögen zu erhalten.

Diesen Gedanken hatte Landrat Friedel Heuwinkel bereits zuvor aufgegriffen, indem er die Auffassung vertrat, dass die Punktationen gerade deshalb "eine besonders große moralische Wirkung für uns alle" hätten, weil sie eben keine formale Bindewirkung oder Gesetzeskraft hätten. Ein Staatsvertrag zwischen Düsseldorf und Lippe wäre bestimmt schon verändert worden.

Heuwinkel, der eine kurzen Streifzug durch die lippische Nachkriegsgeschichte unternahm und dabei unter anderem auch auf negative Entwicklungen wie die Arbeitsplatzverluste in der Möbelindustrie und den Staatsbädern zu sprechen kam, warf eine positiven Blick in die Zukunft. Er setzt dabei besonders auf die Kultureinrichtungen, den Freizeit- sowie den Wellness- und Gesundheitssektor.

Dabei sei er sich bewusst, dass Verwaltungsstrukturen immer wieder auf den Prüfstand müssten, sagte der Landrat. Lippe erwarte aber zu seinem Geburtstag, "dass Weiterentwicklung und notwendiges Verwaltungshandeln in allen drei Landesteilen gerecht verteilt"werde.

Lippe sei mit Nordrhein-Westfalen immer gut gefahren, meinte auch Dr. Armin Prinz zur Lippe, der sich als ursprünglicher Anhänger des Anschlusses an Niedersachsen outete. Er bekannte freimütig: "Diese Entscheidung war ein Glücksfall für Lippe. Ich habe mich geirrt."

In Vertretung des erkrankten amtierenden Landesverbandsvorstehers Hans-Joachim Niehage legte dessen Vertreter Moritz Ilemann ein klares Bekenntnis zur weiteren Zusammenarbeit zwischen dem Landesverband und dem Kreis ab. Beide verstünden sich als Partner.

Gleichzeitig bezeichnete er die Diskussion über eine "verbale Drohgebärde" von NRW-Kulturstaatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff - dieser hatte bei einer früheren Veranstaltung angeregt, aus dem Landesverband eine Stiftung zu machen - als Anstoß für die erneute Selbstvergewisserung der Lipper. Ilemann versicherte: "Lippe gibt es jetzt und in Zukunft nur im Doppelpack."

Stand: 12.03.08