AWO Bad Salzuflen 6 Tage im Erzgebirge auf Erlebnistour

Schwarzenberg, die Perle im Erzgebirge, war der Ausgangsort für ein vielfältiges Besichtigungs- Programm in der weiteren Umgebung.

Unter der Reiseleitung von Reinhard Grüttemeier starteten diesmal leider nur 27 Teilnehmer mit modernen Reisebus in Richtung Erzgebirge. Bei herrlichsten Sonnenschein war auf der A44 ein unfreiwilliger Halt von fast 2 Stunden durch Gesamtsperrung der beiden Autobahnseiten wegen eines LKW-Unfall mit schwerverletztem Vater und Tochter vor Diemelstadt.
Im Hotel wurde die Reisegruppe mit Verspätung sehr freundlich empfangen.

Am nächsten Tag ging es ausgeruht mit dem örtlichen Stadtführer hoch in die Altstadt von Schwarzenberg, einer etwa 850 Jahre alten Ansiedlung mit Burg und St. Georgen Kirche und einem städtischen Glockenturm mit Porzellan Glockenspiel.
Die heutige Stadt an der sächsischen Silberstraße war im späten Mittelalter geprägt durch den Erzbergbau. Besuch der Kirche und Burg schlossen sich nach der Stadtführung an.

Eine Fahrt in die Tschechei über den Grenzort Gottesgabe und durch die Kurorte Joachimsthal und Karlsbad führte uns in den wunderschönen Badeort Marienbad.
Hier waren die restaurierten Häuser und prachtvollen Hotels, singender Springbrunnen, Kollonaden, Wandelhalle und Kurgarten zu bewundern.
Ein südländisches Flair unterstützt durch südliche Temperatur von 33° beeindruckte die Badestädter in diesem böhmischen Weltbad besonders.

Eine einstündige Erlebnisfahrt, am Folgetag, mit der Fichtel-Berg-Bahn von Cranzahl nach Oberwiesenthal, gezogen durch eine Dampflok auf 17 km Schmalspur durch herrliche Erzgebirgslandschaft, brachte uns Nostalgie und Eisenbahnromantik wie in Jugendjahren.
Ein durch das Hotel organisiertes Freiluftvesper in Deutschlands höchstgelegener Stadt brachte freudige Überraschung.

Leider konnten "de Randfichten" zum Kaffeetrinken in Johanngeorgenstadt, wegen anderer Verpflichtung nicht aufspielen.

Am Dienstag ging die Tagesfahrt in das Elbflorenz, der sächsischen Landeshauptstadt Dresden. Was hier an Wiederaufbau nach der Zerstörung im Februar 1945 geleistet wurde ist einmalig.
Eindrucksvoll die Führung in der Semperoper, einem Haus mit Weltruhm. Beim Besuch im Zwinger war Schatten angesagt, ebenso am Wandrelief des Fürstenzuges.

Kühle umgab uns im Dom beim Orgelspiel. Über den Kasematten auf der Brühl'schen Terrasse schaut man über die Elbflotte zum sächsischen Landtag. Es war wahrlich ein Bestaunen, der wiedererbauten Frauenkirche von Außen wie auch von Innen, ein herrliches Erlebnis alter wie auch neuer Baukunst. Allgemein empfunden: man stand vor dem "Wunder von Dresden".

Zum Aufenthalt im Erzgebirges gehört auch der Besuch der "heimlichen Hauptstadt" des Spielzeuglandes, des Kurortes Seiffen. Hier schaute man den Schnitzern, Reifendreher und Malkünstlern bei ihrer Arbeit über die Schulter. Ein Besuch im Erzgebirgsmuseum rundete das Erleben der Spielzeugherstellung, das sich nach der Stillegung des Erzabbaues etablierte, ab.

Anschließend wurde noch in Annaberg die große, wuchtige Annenkirche besichtigt. Die 100 Bildtafeln vor der Empore mit den biblischen Inhalten vermittelten früher eindrucksvoll den nichtlesekundigen Kirchgängern die Bibelinhalte. Der Führerin war es ein freudiges Vergnügen auch die unterschiedlichen Bildtafeln von Frau und Mann in der Darstellung der 10ner Dekaden zu erklären.

Zu den Besuchen in Marienbad, Dresden und Seiffen hatte das Hotel einen rundherum erfahrenen Reiseführer gestellt, der in sehr anschaulicher Weise während der Fahrt auch über "Land und Leute" und mit mancher Anekdote und kleinen Witzen für Kurzweil und gesundes Lachen sorgte.

Die Unterbringung und Verpflegung im Hotel war ebenso Spitze, wie auch der Erzgebirgische "Hutzenabend" durch das vom Hotel engagierte Musikensemble Armin Schmidt.

Voller Eindrücke von den Erlebnissen im schönen Erzgebirge verlief die Rückreise wie in der ganzen Zeit bei herrlichsten Sommerwetter im klimatisierten Reisebus gesteuert von Wolfgang.

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Stand: 12.09.10